11/2/2016

 

Diese wunderbare Geschichte (aus Paulo Coelho) Kam mir heute Morgen wieder in den Sinn... 

Es war einmal ein Vogel. Er besaß ein Paar vollkommener Flügel und glänzende, bunte, wunderbare Federn und war dazu geschaffen, frei am Himmel zu fliegen, denen zur Freude, die ihn sahen.
Eines Tages sah eine Frau diesen Vogel und verliebte sich in ihn. Sie schaute mit vor Staunen offenem Mund seinem Flug zu, ihr Herz schlug schneller, ihre Augen leuchteten vor Aufregung. Er bat sie, ihn zu begleiten, und beide schwebten in vollkommener Harmonie am Himmel. Und sie bewunderte, verehrte, feierte den Vogel.
Aber dann dachte sie: Vielleicht möchte er ferne Gebirge kennenlernen! Und die Frau bekam Angst. Fürchtete, daß sie so etwas mit einem anderen Vogel nie wieder erleben könnte. Und sie wurde neidisch auf den Vogel, der aus eigener Kraft fliegen konnte.
Und sie fühlte sich allein.
Und dachte: >Ich werde dem Vogel eine Falle stellen. Wenn er zurückkommt, wird er nie wieder wegfliegen können.<
Der Vogel, der auch verliebt war, kam am nächsten Tag zurück, ging in die Falle und wurde in einen Käfig gesteckt.
Die Frau schaute täglich nach dem Vogel. Er war ihre ganze Leidenschaft, und sie zeigte ihn ihren Freundinnen, die meinten: „Hast du ein Glück.“ Dennoch vollzog sich eine merkwürdige Veränderung: Seit sie den Vogel besaß und ihn nicht mehr zu erobern brauchte, begann sie das Interesse an ihm zu verlieren. Der Vogel, der nicht mehr fliegen konnte, was den Sinn seines Lebens ausmachte, wurde schwach, glanzlos, häßlich. Die Frau beachtete ihn nicht mehr, fütterte ihn nur noch und reinigte seinen Käfig.
Eines Tages starb der Vogel. Die Frau war tieftraurig und konnte ihn nicht vergessen. Aber sie erinnerte sich dabei nicht an den Käfig, nur an den Tag, an dem sie den Vogel zum ersten Mal gesehen hatte, wie er fröhlich zwischen den Wolken dahinflog.
Hätte sie genauer in sich hineingeschaut, so hätte sie bemerkt, daß das, was sie am Vogel so sehr begeisterte, seine Freiheit war, sein kräftiger Flügelschlag, nicht sein Körper.
Ohne den Vogel verlor auch für die Frau das Leben seinen Sinn, und der Tod klopfte an ihre Tür. – „Wozu bist du gekommen?“ fragte sie den Tod. – „Damit du wieder mit dem Vogel zusammen am Himmel fliegen kannst“, gab der Tod zur Antwort. „Wenn du ihn hättest fliegen und immer wiederkommen lassen, hättest du ihn geliebt und noch mehr bewundert; aber nun brauchst du mich, um ihn wiederzusehen.“
(Paulo Coelho: Elf Minuten. Zürich: Diogenes Verlag 2005, S. 228 f.)

Fernweh?!

9/30/2016

 
Lust auf eine Portion Kirgistan? Eine Kostprobe des Nomadenlebens gibt es im Buga Park Potsdam. Inspiriert von Seinen Reisen nach Kirgistan gründete Landesvater Matthias Michel im Jahr 2010 das Nomadenland - direkt in Potsdam!!! 

P.S.: Ihr könnt Euch sogar für eine Nacht in die Jurten des Nomadenlandes in Potsdam einbuchen ;) 

P.P.S.: Hab ich natürlich zur Fernweh bekämpfung direkt ausprobiert. Fazit: Trockner, Wärmer & Gemütlicher! am Morgen gibt es mit ein wenig Glück sogar Cappuccino!!! FAZIT 2.0: EIN wunderbarer ABENTEUER-KURZURLAUB!

​... Und in der Nacht hab ich von Jurten Yoga geträumt!!!!
Mit dem Ofen wär sogar Bikram Yoga möglich...
Wer ist dabei?


Kirgistan - Mein Reisebericht

9/9/2016

 
Liebe Freunde, 
Liebe Familie, 
Liebe Nomadenländer :)

am 26.9. ist es soweit, um 18Uhr, möchte ich Euch in die wunderbar authenthische Jurte des Nomadenlandes in Potsdam einladen. Kommt vorbei zum quatschen und Fotos schauen - ich freu mich auf Euch!!! 
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http://www.nomadenland.de/
Die Jurten findet ihr kurz hinterm Eingang Remisenpark. Gebt ins Navi Viereckremise bzw. besser noch Bienenwinkel ein - da kann man auch gut parken ;)

https://de.wikipedia.org/wiki/Jurte
Die Jurte (türkisch Yurt „Heim“) ist das traditionelle Zelt der Nomaden in West- und Zentralasien, besonders verbreitet in der Mongolei, Kirgisistan und in Kasachstan. [...]

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der Eintritt ist frei! 

Mit den Einnahmen für die Getränke unterstützen wir unseren Gastgeber das Nomadenland!

Wellness auf Kirgisisch!

8/2/2016

 
Wellness auf kirgisisch - der perfekte abschluss meines Trips in Kirgistan! 

Vom dorf Kyzyl Tuu sind es circa 11km zum Salzsee Kara Köl. Entgegen gegensätzlicher Behauptungen gibt es hier einige Übernachtungsmöglichkeiten direkt am See und auch das hitchhiken zum see ist problemlos möglich. Falls ihr mal in die gegend kommen solltet, gebe ich Euch gerne einen Kontakt zu einem Jurtenhersteller/Restaurantbetreiber & super Gastgeber im Dorf.
Am Salzsee Kara Köl kann man nicht nur wie im toten Meer schwerelos FLoaten, man kann sich danach auch noch eine Schlammpackung gönnen! Das Bild oben dürfte diejenigen überraschen, die wissen das mehr als 80% der kirgisischen Bevölkerung Muslime sind. trotzdem wird sich hier im bikini und teilweise sogar oben ohne in der Sonne geräkelt...
Ich mach natürlich mit! Praktisch ist, dass man nach dem Schlammbad im 500m entfernten Issyk Kul Schlamm und Salz abspülen kann ;)
Nach einem Tee im Jurtenlager direkt am See geht es weiter zur nächsten Station. Von Kyzyl Tuu lasst ihr Euch für circa 7min Richtung westen bis zu diesem Schild mitnehmen:
Angekommen sollte Euch dieses Haus auffallen zu dem alle laufen bzw. von dem alle kommen. Doch was verbirgt sich in diesem Bungalow? 3 Räume: einer für Männer, einer für Frauen und einer für Vips. Ich entscheide mich für 10 min im Frauenraum, bezahle 50Som (60 Cent) und habe keine Ahnung was mich erwartet. Nach 20min Wartezeit werde ich zusammen mit einer weiteren Frau eingelassen. Im Raum stehen 4 Wannen, 2 davon sind besetzt und eine der freien ist wohl für mich. Ich öffne den Hahn und es strömt brühend heißes -wohl besonders gesundes mineralhaltiges Quellwasser herraus. Kreislaufkollaps garantiert... Das ist wohl Sauna auf Kirgisisch. Nix für Warmduscher dieses Land der Extreme ;)

Offline in Kirgistan

8/1/2016

 
Vor 6 Tagen habe ich mich ins digitale OFF verabschiedet. Nicht ganz freiwillig... In BokonbaYevo (am Issyk Kul See) musste ich feststellen, dass mein Telefon weg ist... Aber ich habe das beste aus der Zeit gemacht - seht selbst:
Im CBT Jurten Camp am Issyk Kul gab es eh keinen Empfang - dafür wunderbare Aussichten!
Von BOKONBAYEVO ging es per "Autostop" (dieses Wort versteht jeder Kirgise) zum nicht weit entfernten Fairy Tale Canyon. WIE VIELE ORTE/STRASSEN/DÖRFER, KENNT GOOGLE MAPS auch diesen bezaubernden Ort NICHT. Ihr findet ihn ca. 4km nach der "Ortsausfahrt" Tosor auf dem Weg nach Tamga, Der Eintritt kostet 50 Som (60 Cent) und man fragt sich warum dieser Ort nicht Menschen überströmt ist.
Zu Ehren meiner bisherigen Reisebegleitung Lara (Ihr kennt sie aus den letzten Blog Einträgen) hab ich dieses wunderbare Foto von mir aufnehmen lassen - in der Russenhocke, An wem dieser Trend bisher auch vorbei gegangen ist, der kann sich mal diesen Artikel des Berliner Kurier durchlesen...
http://www.berliner-kurier.de/news/panorama/instagram-trend-was-ist-diese--russenhocke--und-warum-ist-die-ploetzlich-cool--23574594

Nomadenleben

7/29/2016

 
Zum naechsten Ziel - dem Shamshy Flusstal - geht es nach 1h Bus, 1h Maschrutka  nur noch zu fuss weiter. 10km! Nach den Tagen in den Bergen ist das aber selbst in Flipflops kein Problem :) 
Angekommen! Diese Jurte war fuer 1.5 Naechte besser als jedes Hotel!
Pferde gibts hier ueberall! Und nach einem Tag im Sattel gab es Vodka mit Melone... 

Lebenszeichen

7/28/2016

 
Auf dem langen Weg zur Hütte...
... gibt es immer wieder kleine Highlights die uns 1100 Höhenmeter lang einen Fuß vor den anderen setzen  lassen.
In dieser Hütte (auf 3500m) haben wir erschöpft aber glücklich 2 Nächte geschlafen.
Am nächsten Morgen machen wir uns auf zum Gipfel (4500m). Hier kann man gerade noch unser Basecamp mit den kleinen orangen Zelten erkennen.
Hier trage ich noch ein T-ShiRt - aber auf dem Weg nach oben wird die Luft meter für meter dünner und kälter!
Pause auf dem Weg nach ganz oben! Neben mir sitzen mir sitzen mika (KGZ) und Lara (GER) die ich beide glücklicherweise über Couchsurfing kennengelernt habe.
Ich könnte lügen & behaupten wir hätten es geschafft. Die Wahrheit ist jedoch, dass wir in der nächsten Pause eingeschlafen sind. Alle drei. Ein Zeichen mangelnder akklimatisierung. Wir drehen um. Der Klügere gibt schließlich nach.

Gipfeltraining

7/24/2016

 
2200 Höhenmeter, 16 km, 11h am Berg! Mehr muß ich wohl nicht sagen. außer: GUTE NACHT!

Obwohl Doch: morgen um 6 Uhr, steigen wir auf 3500m auf, campen dort eine Nacht, steigen auf 4535m auf (Peak Utichel, Ala Archa NAtional Park) und wieder herab, Schlafen eine Nacht im Basecamp bevor wir Mittwoch wieder die Zivilisation erreichen ;) 

Kirgisische Küche

7/23/2016

 
Good Morning Bischkek! Wir starten unseren Tag mit einer Portion Gretschka (Buchweizengrieß) und damit unserer ersten russisch-kirgischischen Spezialität des Tages. 
Noch auf dem Weg zum Markt entdecken wir einen Stand mit und Tan (Kyrgyz: Тан, [tɑn]) und Maksym Shoro (Kyrgyz: Максым Шоро). Tan ist farblich, wie geschmacklich vergleichbar mit Ayran oder kefir... Letzteres mit absolut nichts, was ich vorher jemals getrunken oder gegessen habe.  den Becher für 10 Som (14 Cent) hätte ich nicht austrinken können!! Bei dem optisch ansprechenden Milchkaffeebraun hätte ich hier deutlich mehr erwartet...

Beide Drinks sind Nicht zu verwechseln mit Kwass (auch Quas; russisch квас) - einem erfrischendem & leckerem Brottrunk...

dieser Blogeintrag widmet sich der kirgischen Küche, daher lasse ich die Fotos vom Markt jetzt einfach mal weg und komme stattdessen zu unserem nächsten kulinarischen Höhepunkt: lagman (лагман). 
Dieses Nudelgericht kann ich jedem Vegetarier  lagman bez myasa (без мяса), Also Lagman ohne Fleisch sehr empfehlen.

Ich Verabschiede mich für heute, wir kochen gerade Plov, ein Kirgisches Reisgericht :)

Good Luck!

7/22/2016

 
Heute ging es von almaty (Kasachstan, Busbahnhof Sayran) nach Kirgistan - um ganz genau zu sein - zum westlichen Busbahnhof Von Bischkek. Auf Dem Kein ATM zu finden ist!!! Hier in Kirgistan benötigen wir jedoch "Som" (73 SOM, ca. 1 EUR) um weiter ins Stadtzentrum zu kommen... Zum Glück sammelt uns unser Marshrutka Fahrer wieder Ein. Wir fahren ca. 20 min zum nächstem ATM und Danach fährt er uns sogar noch zu Unserem nächsten Couchsurfer. Unser Erster Eindruck: die Kirgisien sind sehr gastfreundlich!!!!
  • Die 5 Stündige Marshrutka Fahrt nach Bischkek kostet 1500 Tenge (ca. 4 EUR) und ist damit nicht wesentlich teurer als das Bier am ersten Abend...
  • Einmal die Grenze zu überqueren lohnt sich schon für das Einreiseerlebnis. Auf grünen Schlidern wird man mit den Worten "Good LUck!" empfangen... und dann steht man da und hofft, mit etwas Glück die Grenze überqueren zu dürfen....
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